Dienstag, 21. Dezember 2010

Während unserer Wartezeit…

…kann es schon mal hin und wieder langweilig werden. Und um das zu verhindern, teilen wir uns den Tag ganz genau ein, wann wir was machen und bloß nicht zu viel auf einmal, denn der nächste Tag muss ja auch noch eine Beschäftigung und einen Sinn des Lebens bekommen. Was will man also in einem kleinen Dörfchen im Nichts unternehmen, nach dem die Wäsche gewaschen und getrocknet ist, die Wohnung (unser Auto) aufgeräumt ist und sich die Langeweile wieder so langsam einschleicht, nachdem man hoffnungsvoll aber vergebens  auf einen Anruf zum Arbeiten gewartet hat und sich nichts tut?
Das Gute ist, es geht uns nicht alleine so. Um uns rum haben wir sehr viele Junge Leute, die alle extra nach St George gekommen sind, um so viel und so schnell wie möglich Geld zu verdienen, aber wegen dem Wetter und der schlechten Ernte dieses Jahr enttäuscht worden sind.
Um unsere Laune etwas aufzuheitern und dem langweiligen Tag ein Ende zu bereiten, haben wir uns also entschieden zum ältesten Pub in der Umgebung zu fahren. Auf geht`s, drei Fahrzeuge beladen mit zwölf gelangweilten Backpackern, die einfach mal was anders sehen wollen, als St George und endlich mal wieder einen lecker Burger essen wollen. Nach ca. 50km haben wir unser Ziel erreicht. Weit und breit nichts zu sehen, außer ein riesen Pub, also alle mal herein spaziert….
Nachdem wir uns den Pub von Innen genau angesehen haben und der Hunger sich so langsam bemerkbar machte, gab es kein Zurück mehr. Wir entschieden uns für zwei XXL Burger, für die wir 90 Dollar auf den Tisch legen mussten. Jetzt waren wir gespannt, wie groß sie wohl tatsächlich sind und wie lange einer alleine braucht einen Burger in dieser Größenordnung zu verdrücken. Die Kellnerin meinte der letzte der es versucht hat, war 5 Stunden dabei, und hat am Ende seiner Wette 200 Dollar gewonnen, naja das klingt ja schon ein wenig verlockend, vor allem wenn man gerade keinen Job hat und ein hungriger Backpacker ist….
….aber NEIN, die zwei Burger je 5kg wurden durch zehn geteilt, nachdem sie uns an den Tisch gebracht wurden und sehr groß aussahen, hätte es unmöglich jemand von uns schaffen können einen alleine zu verdrücken.

Es war eine sehr lustige und gleichzeitig leckere Beschäftigung für alle Beteiligten. Außerdem war der Tag um einiges interessanter als in St George rumzugammeln und der Burger bleibt somit ein unvergessliches Erlebnis.

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